Mannheim Mannem Monnem  Volume 2

Pressespiegel

(Quelle: Scala, Ausgabe 06/07)

peter baltruschat, die stadtjubiläumsgala und die zweite mannheim-cd

„Da haben wir was losgetreten ...“

Die „Hauptstadt“ der Metropoloregion feiert Geburtstag und alle singen mit. Schon mit Vol. 1 der Kompilation„Mannheim Mannem Monnem“ hat das Kulturnetz Mannheim Rhein-Neckar, das u.a. mit schönem Erfolg des Musikkabarett Schatzkistl im Mannheimer Hof betreibt, voll ins Schwarze getroffen. Die CD verkauft sich bestens und wärmt (nicht nur) quadratische Herzen. Rechtzeitig zum Seebühnenzauber im Luisenpark erscheint nun die Fortsetzung, prall gefüllt mit 78 Minuten Mannheim-Musik. Bei einer seebühnenzauberhaften „Gala zum Stadtjubiläum“ wird sie präsentiert, und viele der einschlägigen Protagonisten sind mit dabei: von Arnim Töpel über Chako, Schwöbel, Silke Hauck und Joana bis zu den Popforschern. Peter Baltruschat ist bei letzteren die treibende, respektive singende Kraft, wenn er nicht gerade als Seebühnenintendant unterwegs ist, sich das Programm des Schatzkistls ausdenkt, als Kulturnetz-Aktivist netzwerkt oder Mannheim-CDs kompiliert. Die Idee dazu kam ihm schon Jahre vor dem Stadtjubiläum. Denn schließlich pflegt er, sich „immer passend zum Geschehen um uns herum langfristige Gedanken“ zu machen. So war das schon 1999, als das Kulturnetz anlässlich des 50er Jahre-Projekts des Rhein-Neckar- Dreiecks die Revue „Souvenirs, Souvenirs“ nebst CD produzierte, oder rechtzeitig zur WM „Das Mädchen, das Uwe Seeler sein musste“ herausbrachte. „Als das Thema Stadtjubiläum aufkam, haben wir beschlossen, dem Anlass entsprechend das Musical ‘Die Legende Bomber & Rose’ zu entwickeln (ab September im Capitol); wir haben uns aber auch gedacht: was machen wir mit den vielen Mannheim-Liedern, die es gibt?“, erzählt der Mannemer Bub. Bei der Recherche, mit der man vor fünf Jahren begann, fand sich jede Menge Liedgut, und es ergab sich auch gleich noch eine zweite „Schiene“, denn viele Künstler hatten zwar kein exklusives Mannheim-Lied parat, dafür aber viel Lust eins zu schreiben: „Daraus ergab sich eine schöne Mischung aus ‘Klassikern’ und neuen Songs“, die seit knapp zwei Jahren im Handel ist und gegebenenfalls demnächst nachgepresst wird. An eine Fortsetzung war allerdings zunächts gar nicht gedacht, obwohl klar war, dass viele wichtige Namen fehlten. „Dann schneite Wolfgang Lauth (der berühmte Ludwigshafener Jazzpianist) bei uns mit einem Song ins Büro und sagte: ‘das muss auf den nächsten Sampler’“. Er meinte seine Einspielung „Mannen vorne“ zusammen mit den „Kurpfalzjägern“. Damit war die Sache klar, und Vol. 2 kam in Fahrt. Über die Hälfte der Lieder sind bis jetzt unveröffentlicht, z.B. Joy Flemings „Monnemer Fonk“ zusammen mit Jazz-Legende Fritz Münzer, oder Peter Seilers „Mann-Heim-Mat“ mit dem früheren Nationaltheater- Schauspieler Aart Veder als Rezitator – aber auch Songs von Joana, Claus Eisenmann, Hans-Peter Schwöbel, Elly Lapp, Anna Krämer oder Chako, der ebenso rappt wie „Sondereinheit“. Aus „Alla gut – Verliebt ins Quadrat“ gibt’s was auf die Ohren und mit der Live-Version „Meine Stadt“ von den Söhnen Mannheims, Joachim Schäfer is der Stromer, Bülent Ceylan weiß, dass in Mannheim ein Wasserturm steht, dazu Luise Park und Chris Cosmo, „Bomber & Rose“, die Popforscher („Mannheim rätselhaftes“) und Gaggy Mrotzeks United Artists Mannheim. Was vergessen? Aber ja: die offizielle Mannem- Hymne „Meine Welt“ mit Joy Fleming, Rolf Stahlhofen und Xavier Naidoo. Peter Baltruschat ist derweil noch halb erschlagen von den Reaktionen auf die erste Scheibe: „Wir kriegen jede Menge Fanpost, die Leute fragen sogar nach den Texten und Noten. Da haben wir was losgetreten“


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